Foto: Manfred Schusser
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"Der Brandner Kaspar und das ewige Leben": Das unverwüstliche bayerische Volksstück wurde auf Schloss Albeck kongenial ins Kärntnerische transponiert. Eine Sternstunde an jenseitigem Humor.

VON BERTRAM KARL STEINER (Pressebericht, Kärntner Tageszeitung)

SIRNITZ.
Das ist das Geheimnis echter Volkskultur: Sie stellt überall auf dem Globus die selben existenziellen Fragen nach Leben, Tod und Liebe; darum ranken sich dann die regionalen Dialekte, Gebräuche.
Die Parabel "Der Brandner Kaspar und das ewige Leben", die Geschichte eines armen Keuschlers, der dem "Boandlkramer", dem Tod, als er ihn holen kommt, mittels Kerschgeist einen Kanonenrausch anzüchtet, um ihm dann beim Kartenspielen achtzehn Lebensjahre abzuschummeln, ist ein Kronjuwel königlich oberbayerischen Sprachwitzes.

 

Die aus dem Lavanttal stammende Elke Schwab hat das Bravourstück geschafft, den "Kaspar" für die Produktion am Schlosstheater von Albeck so authentisch ins Kärntnerische zu übersetzen, dass man vermeint, es könnt gar nicht anderswo entstanden sein.

Foto: Schusser
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